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2010 Bericht zur Exkursion ins DAI-Labor PDF Drucken E-Mail

Am 8.6.2010 fuhren 11 Schülerinnen und 3 Schüler der Käthe Kollwitz- Oberschule (Klassen 5-11) ins DAI-Labor der TU Berlin. Dieses Labor ist ein Arbeitsbereich für ca. 100 Doktoren und Doktoranden und beinhaltet neben vielen Rechner-Räumen und Arbeitszimmern auch eine intelligente Wohnung mit Küche, Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Fitnessraum.

 

Ziel des DAI-Labors ist neben der Entwicklung intelligenter Agenten die totale Vernetzung bis hin zu Kühlschrank und Toaster. Diese Ziele wurden in einem Einführungsvortrag vorgestellt und regten zu ersten vorsichtigen Fragen an. "Will ich die totale Vernetzung? Will ich meinen Roboter, der mir alles abnimmt? Will ich auf dem Sofa sitzen und mich füttern lassen?" Es kamen aber auch Gedanken, ob intelligente Systeme Hilfe für Menschen mit physischen Einschränkungen sein könnten. Diese erste Diskussion war allerdeings auch von Phantasien getragen, die nicht zuletzt durch Filme transportiert werden.

Die Realität war dann beeindruckend und ernüchternd zugleich.

Wir besichtigten im zweiten Teil der Exkursion die Laborwohnung und sahen eine Vorführung des Gesundheitsassistenten, der Küche und des Kochroboters. Der Gesundheitsassistent überwacht, was die Person isst, wie viel sie sich bewegt, empfiehlt ein konkretes Menü für den Tag. Auf dem Fahrrad kann man interaktiv durch Peking oder der Center Park in New York fahren. Ein mobiles Gerät überwacht die gelaufenen Schritte, so dass alle körperlichen Aktivitäten aufgezeichnet und ausgewertet werden. Die Umsetzung der Technik in der Küche war ein interaktives Kochbuch, mit automatischer Erstellung einer Einkaufsliste. Der Blick in den Kühlschrank musste jedoch noch selbst erfolgen. Der Kochroboter kann sich selbstständig orientieren, jedoch nur in einer Höhe von 50 cm.

Die Fragen in dieser Umgebung richteten sich auf konktrete Grenzen der Technik: "Würde der Roboter meinen umherlaufenden Hamster erkennnen, oder einfach überfahren? Kann das System Zugriffsrechte umsetzen? Kann meine Schwester mir in meinem Zimmer das Licht ausschalten? Kann ein Fremder meinen Herd einschalten? Macht sich meine Wohnung selbstständig und schaltet Geräte ein, die ichgar nicht verwenden wollte?"

Den älteren Schülern hat diese Exkursion Ideen für eigene Projekte gebracht, sowohl in der Robotik, als auch in der klassischen Informatik. Allen Schülern wurden die Grenzen der künstlichen Intelligenz in dieser Wohnung sehr fühlbar, so dass die verantwortungsvolle Beschäftigung mit informatischen Themen sehr gefördert wurde.

K. Wundermann