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Startseite aus den Fachbereichen MINT(Ma,Inf,Nawi,Techn) Informatik 2010 Exkursion des WPU zur TU: Fraktale
2010 Exkursion des WPU zur TU: Fraktale PDF Drucken E-Mail

Informatik im Alltag
-Ein Bericht über den Projekttag des Wahlpflichtkurses Informatik am 10.02.2010 an der TU-

„Ich werde versuchen, euch Informatik ohne viele mathematische Formeln näher zu bringen.“, begann Ivan, ein netter Mathematikstudent im 8. Semester, seinen Vortrag über das Programmieren an der Technischen Universität zu Berlin. In unserer Gruppe waren hauptsächlich Mädchen, was unserer Meinung nach für entspanntes Lernen sorgte.
Zuerst fragte Ivan uns, welche Themengebiete wir schon im Informatikunterricht behandelt hätten. Danach führte er uns in das Thema „Fraktale“ ein und zeigte uns zunächst ein Bild von einem „Apfelmännchen“.
Er erklärte uns, wie man Fraktale definiert:
„Fraktale sind komplexe, unregelmäßig geformte Gebilde und Erscheinungen, wie sie so oder ähnlich in der Natur vorkommen. Bei einem Fraktal ähnelt jeder noch so kleine Ausschnitt bei entsprechender Vergrößerung dem Gesamtobjekt, z.B. zeigt ein kleiner Teil einer Schneeflocke immer noch Ähnlichkeit mit der Struktur einer ganzen Schneeflocke.“

Außerdem erklärte er uns, welche Eigenschaften sie haben, wozu man sie benötigt und in welcher Form sie auch in der Natur vorkommen. Zum Beispiel wachsen die Äste und Zweige von Bäumen fraktalenähnlich, damit der Baum das Licht der Sonne optimal nutzen kann. Auch das blumenkohlähnliche Gemüse Romanesco weißt fraktale Strukturen auf.

Nach ausreichender Einführung in das Thema hatten wir eine 45-minütige Pause, in der wir uns in der Kantine im 9. Stock oder in der Cafeteria im Erdgeschoss aufhielten. Nach der Pause erklärte Ivan uns einige Einzelheiten zum Programmieren mit dem Programm „processing“, da wir im Informatikunterricht ein anderes Programm, nämlich „Java“ benutzen. Anschließend gingen wir in einen Computerraum, wo wir nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Software-Update am Ende doch noch ein „Sierpinski-Dreieck“ programmieren konnten. Ein Sierpinski-Dreieck ist ein gleichseitiges Dreieck, dessen Seiten stets halbiert werden und aus diesen drei neu entstandenen Punkten ein neues gleichseitiges Dreieck entsteht. Dadurch, dass sich die Dreiecke irgendwann überlagern, ist nicht mehr zu erkennen, welcher Dimension das Dreieck angehört.

Wie lernten bei diesem Projekttag nicht nur viel über Fraktale und andere interessante Themen, sondern auch den kürzesten Mathematikerwitz der Welt: „Es sei Epsilon kleiner Null“.
Insgesamt war es ein gelungener Projekttag.

Ein Artikel von Isabella A., Ronja E. und Johanna B..