| Ein Tag im Internat |
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Beim Schüleraustausch 2008 wohnte Norina im Sankt Mary, dem Mädchenhaus. Man hat im Internat viel Spaß und man lebt immer mit Gleichaltrigen zusammen.
Ich, Norina, lebte im Internat im Mädchenhaus St. Mary's. Die meisten der Internatskinder, wie auch meine Austauschpartnerin Bryony, leben im Internat, da die Eltern in einer anderen Stadt arbeiten oder zu weit weg wohnen. Das Leben im Internat war eine völlig neue Erfahrung und hat viel Spaß gemacht. Die Mädchen leben zu zweit und höchstens zu viert in einem Zimmer. Jetzt folgt ein typischer Tagesablauf von Bryony und den anderen Internatsschülern. Eigentlich möchte ich noch schlafen. Aber halb acht klingeln hintereinander vier Handys. Langsam quälen wir uns aus dem Bett und meine drei Mitbewohner ziehen ihre Schuluniformen an. Die Schuluniform besteht aus einem Rock, einer Bluse, einem Schlips, einem Blazer und einer Strumpfhose in blau. Nur die Schuhe sind schwarz. Dann gehen wir los, um zum Essen zu gehen. Wir müssen 5 Minuten in der Kälte laufen. Zum Frühstück kann man zwischen warm und kalt entscheiden. Die meisten Engländer wählen „Baked Beans", gebratenen Schinken und Rührei. In England ist mir aufgefallen, dass kaum Gewürze an den Speisen sind. Aber wozu gibt es Salzstreuer?! Nach dem Frühstück gehen wir ins „Hausaufgabenzimmer", um unsere Schulsachen zu holen. Dann müssen wir aber auch schon los, um nicht zu spät zum Unterricht zu kommen. Die erste Stunde findet in der Kapelle statt. Wir machen ein Promi-Ratespiel und sollen noch kirchliche Lieder erraten. Die Stunden gehen schnell vorbei, da jede Stunde nur 35 Minuten dauert. Wir haben 10 Minuten Zeit, um in das nächste Gebäude und zum Matheunterricht zu kommen. Ich weiß jetzt, warum in Deutschland die Stunden so lang sind. Dann schafft man viel mehr als nur eine Aufgabe zu erklären und kurz zu rechnen. Da ich den Stoff schon lange hatte, bin ich schnell mit den Bruchrechenaufgaben fertig und kann eine Zusatzaufgabe machen. Nach dem die Ergebnisse verglichen wurden, gehen Bryony und ich ein paar Räume weiter, um Englischunterricht zu haben. Am Anfang der Stunde müssen die Schüler 5 Minuten in einem Buch lesen. Das sollte man in Deutschland auch einführen! Dann würden viel mehr Schüler lesen. In der kurzen Stunde kommt die Lehrerin nur dazu, ein lustiges Spiel zu spielen und zu sagen, was in der nächsten Klassenarbeit rankommen wird. Die Stunden sind wirklich zu kurz. Es ist schon um 12 und es gibt bald Mittagessen. Aber als Bryony und ich die lange Schlange an der Essensausgabe sehen, beschließen wir, später wieder zu kommen. Eine viertel Sunde später kommen wir gleich als erste an die Reihe und können unseren Reis mit Hackbällchen und einer ausnahmsweise gewürzten Soße essen. Dann verabschiede ich mich von Bryony, um mir mit unserer Gruppe die Stadt anzusehen.
Ein anstrengender Tag geht zu Ende und die Mädchen machen sich noch mal hübsch, ziehen ihre Schuluniform aus und gehen zum Jungenhaus. Nur an den Wochenenden, an denen nur samstags vormittags Schule ist, gehen die Schüler nach Hause oder unternehmen etwas in Bath. Mein Fazit: die Schule ist in Deutschland besser, da die Schultage meist nicht so lang sind und wir das ganze Wochenende frei haben für Hobbys und andere Dinge. |



