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2012 KKOS-Komposition in der Philharmonie PDF Drucken E-Mail

KKOS-Komposition „Klänge aus der Höhle der Zeit“ – Uraufführung in der Philharmonie

Am 21. März 2012 fand das Projekt QuerKlang – Experimentelles Komponieren in der Schule seinen großen Abschluss mit einem Konzert in der Berliner Philharmonie. Der Grundkurs Musik im 11. Jahrgang präsentierte dabei die experimentelle Komposition Klänge aus der Höhle der Zeit. 19 Schülerinnen und Schüler unserer Schule hatten daran unter Betreuung des Komponisten Stefan Keller, der Musikstudierenden Maria Hawlitzki und Sven Ratzel sowie ihres Musiklehrers Tobias Hömberg mehrere Monate gearbeitet.



Wie beginnt man ein Projekt, bei dem eine gänzlich „Neue Musik“ auf experimentelle Weise entstehen soll? Zunächst erkundeten wir gemeinsam Wege, wie Musik abseits ausgetretener Pfade, jenseits bekannter harmonischer Grundlagen und vertrauter Klänge entstehen kann. So erprobten wir in kleinen Werkstattsituationen das Musizieren mit ungewohnten Sounds aus traditionellen Musikinstrumenten, später mit klingenden Materialien wie Glas oder Papier. Zuletzt wurden Möglichkeiten ergründet, Musik mit elektronischen Medien zu erfinden und zu modifizieren.

 

Diese Erfahrungen im Gepäck, machten sich anschließend vier Gruppen auf ihre eigene Klangreise. Es begann ein mehrwöchiges intensives Arbeiten – geprägt einerseits von Zielstrebigkeit, andererseits auch immer wieder interessanten Um- und Abwegen. Dass der kürzeste Weg beim kreativen Entdecken nicht immer der beste ist, wurde dabei deutlich.

 

Das Komponieren in Gruppen bot nicht nur künstlerische, sondern auch soziale Herausforderungen. Noch größer wurden diese, als schließlich alle Gruppen wieder vereint waren und das gemeinsame Ziel bestimmt werden sollte. Manche einst hoch gelobte Idee blieb auf der Strecke, dafür entstand in der Zusammenarbeit wieder neues Material.

Am Ende stand ein in sich geschlossenes Musikstück, dessen Entstehungsprozess dennoch erkennbar bleibt: in der Kontrastierung der einzelnen Teile, oder in der Mischung „gefundener“ Klänge aus Wasser, Papier und Kunststoff sowie von „richtigen“ Musikinstrumenten wie Cello, Gitarre und Klavier. Viele dieser Klänge erscheinen mittels Live-Elektronik verfremdet und gespiegelt. Leitende Ideen wie die Darstellung einer Höhlen-Atmosphäre oder menschlicher Gefühle können wahrgenommen werden, die Musik lässt aber auch Raum zu vollkommen anderen Assoziationen. So lädt unser Stück jede Hörerin und jeden Hörer auf eine ganz eigene Reise ein!

Hier geht es zum Video der Uraufführung: https://vimeo.com/41567325

Tobias Hömberg
Fotos: Sven Ratzel

 

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